Gelstertal-Blog

SARS-CoV-2 COVID-19: Informationen aus Deutschland und weltweit, 30.04.2020

Donnerstag, 30. April 2020

Ein weiteres Update dieses Posts wird es nicht mehr geben, die Regierung lockert langsam die Beschränkungen und die erste Welle der Erkrankungen scheint abzuebben. 

bleiben Sie gesund!


Wir halten Sie mit den neusten Informationen des Robert-Koch-Institutes zu den aktuellen Risikogebieten, Fallzahlen und Risikobewertungen für Deutschland und Hessen im Speziellen (Information wird über das Hessische Ministerium bereitgestellt) informiert. 

Sie finden die folgenden Informationen komplett im Wortlaut auf den bereitgestellten Link: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/live-blog-der-faz-zum-coronavirus-alle-entwicklungen-im-ueberblick-16663569.html


Hauptmeldungen der FAZ:

  • Merkel informiert über "schwierige Entscheidungen", Kontaktsperren gelten vorerst weiter
  • Bundesverfassungsgericht: 800-Quadratmeter-Regelung im Einzelhandel momentan angemessen
  • Schätzung: Bis zu zehn Millionen Kurzarbeiter in Deutschland
  • Entscheidung über Bundesliga frühestens kommende Woche


Live-Blog der FAZ, ein Auszug:

30.04.2020:

Bisher sind mehr als 160.400 Corona-Infektionen in Deutschland registriert worden, am Vortag waren es noch 159.000. Mindestens 6401 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben, innerhalb der letzten 24 Stunden sind 269 hinzugekommen. Die Bilanz geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag bei 0,76. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa sieben bis acht weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 123.500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

29.04.2020:

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen und Todesfälle in Italien fällt. Das Katastrophenschutzamt berichtet von 1872 neuen Ansteckungen nach 2086 am Vortag. Die Zahl der neuen Todesfälle betrage 285 nach zuvor 323. Insgesamt sind damit 205.463 Infektionen und 27.967 Todesfälle bekannt.

Ziel sei eine "gemeinsame Strategie", aber durch den Föderalismus gebe es "regionale Abweichungen", so Merkel. Es sei im Interesse der Menschen, dass es für ganz Deutschland eine Strategie und eine Zielsetzung gebe. Das Ziel sei: "Da es bislang weder ein Medikament noch einen Impfstoff gegen das Virus gibt, geht es immer darum, die Ausbreitung des Virus so zu verlangsamen, dass die Krankenhäuser jedem Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung gewährleisten können.

In der Coronakrise vertagen Bund und Länder die Entscheidung über weitere Schulöffnungen auf den 6. Mai. Auch zur Ausweitung der Kinderbetreuung solle eine Beschlussvorlage erst für die nächste Schalte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Mittwoch erarbeitet werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen der heutigen Schaltkonferenz.

27.04.2020:

Das Auswärtige Amt in Berlin stellt 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfen im Kampf gegen das Coronavirus in ärmeren Ländern bereit. Das Ministerium folgt damit einem Hilferuf der Vereinten Nationen, wie es am Sonntagabend mitteilte. Insgesamt beziffert die UNO die aufgrund der Corona-Krisen entstehenden zusätzlichen Kosten für humanitäre Hilfen nach Angaben des Ministeriums vorläufig auf zwei Milliarden Dollar (1,85 Milliarden Euro).

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen eines Tages um 1018 auf 155.193 gestiegen. Zudem seien weitere 110 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 5750. Etwa 114.500 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 2500 im Vergleich zum Vortag.

Die Schweiz beginnt rund sechs Wochen nach dem Schließen der meisten Geschäfte mit einer Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Ab diesem Montag dürfen etwa Friseurgeschäfte, Kosmetik- oder Nagelstudios sowie Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen. Ärzte und Physiotherapeuten können ihre Praxen wieder auch für nicht dringende Termine öffnen, Krankenhäuser dürfen wieder seit Beginn der Krise aufgeschobene Eingriffe vornehmen. Die Schweiz hatte am 16. März die Notlage mit weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens erklärt, um eine zu starke Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

26.04.2020:

Bis eine Corona-Warn-App in Deutschland bereitsteht, kann es laut Gesundheitsminister Jens Spahn noch etwas dauern. Man wolle den jetzt eingeschlagenen Weg mit einer dezentralen App „so schnell als möglich, aber auch so sicher als möglich gehen“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Ein konkretes Datum nannte er nicht.

Die italienische Regierung hat am Sonntag den Startschuss gegeben für ein schrittweises Ende der strengen Corona-Sperren. Das Land lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Beschränkungen und erlaubt den Bürgern zum Beispiel wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom bei der Vorstellung eines Gesamtplans zur allmählichen Öffnung des Landes an. Auch die Wirtschaft solle in mehreren Etappen starten.

Der Gouverneur des besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen, amerikanischen Bundesstaates New York hat einen Plan für die Rückkehr zur Normalität vorgelegt. "Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren", sagte Andrew Cuomo am Sonntag bei seiner täglichen Pressekonferenz, "aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen." Firmen sollen zum Beispiel sicherstellen, dass in ihren Büros und Fabriken Abstandsregeln eingehalten werden können und dass sie genügend Atemmasken für ihre Angestellten haben. Die ersten Unternehmen könnten am 15. Mai öffnen, sagte Cuomo - vorausgesetzt, die Lage bessere sich weiterhin. Zu den Hoch-Zeiten der Pandemie starben in New York täglich fast 800 Menschen, am Samstag fiel die Zahl der Toten nun unter 400. Cuomo fürchtet aber, dass sich das wieder ändern könnte, wenn der Lockdown zu schnell endet. "Machen wir jetzt einen Fehler", sagte er, "dann verspielen wir womöglich alle Erfolge." Zunächst sollen Bauarbeiter und Fabrikangestellte in ihre Jobs zurückkehren.

Ein ganzes Hochhaus wurde für mehrere Tage abgeriegelt, weil zwei an Corona erkrankte Familien sich nicht an die Auflagen gehalten haben. In Grevenbroich haben die Behörden hart durchgegriffen. 115 Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Rotem Kreuz waren im Einsatz. 

In Italien ist die Zahl der neuen Covid-19-Todesopfer abermals gesunken. 260 Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden laut der zuständigen Behörde gemeldet, das ist der niedrigste Tageswert seit dem 14. März. Am Vortag waren 415 Todesfälle registriert worden. Insgesamt sind nun 26.644 Menschen in Italien der Corona-Pandemie erlegen. Der Zahl der Infizierten erhöhte sich um 2324 auf 197.675.

Die Zahl der neuen Corona-Todesfälle ist in Großbritannien auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen. Innerhalb von 24 Stunden seien in den Krankenhäusern des Landes 413 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte am Sonntag das Gesundheitsministerium in London mit. Das ist die geringste Zahl seit dem 31. März. Mit den neuen Fällen stieg die Zahl der Corona-Todesfälle in Großbritannien auf insgesamt über 20.700. Das Königreich ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit und hat eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Die Regierung hatte vor kurzem erklärt, die Epidemie habe ihren Höhepunkt überschritten.

Am Flughafen Leipzig/Halle ist eine erste Lieferung mit Millionen Schutzmasken aus China eingetroffen. Die Transportmaschine Antonow 124 sei am Sonntagmorgen gelandet, sagte eine Sprecherin des Landeskommandos Sachsen der Bundeswehr. Zuvor hatte „Der Spiegel“ darüber berichtet. Am Montag wird eine weitere Lieferung mit dem weltgrößten Frachtflugzeug, der Antonow 225, in Leipzig/Halle erwartet. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will sich von der Ankunft des Bundeswehr-Transports selbst ein Bild machen. Auch Am Flughafen Hannover ist eine Ladung mit Atemschutzmasken angekommen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), Volkswagen-Personalchef Gunnar Kilian und Betriebsratschef Bernd Osterloh nahmen am Sonntag eine Maschine mit Lieferung aus China in Empfang. Der Inhalt: Unter anderem Fieberscanner sowie Masken.Laut Bundeswehr besteht die „Luftbrücke“ aus China aus insgesamt drei Frachtflügen. Es sollen rund 25 Millionen Schutzmasken nach Deutschland geflogen werden. Der Transport ist Teil der Amtshilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise.

Zoos und botanische Gärten in Sachsen sollen ab 4. Mai wieder öffnen können. Das sei in der sächsischen Landesregierung so verabredet, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Sonntag in Halle. Er hatte dort zuvor mit seinem Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), über den weiteren Kurs im Umgang mit der Corona-Pandemie beraten. Details zur Wiederöffnung der Zoos und ähnlicher Einrichtungen müssten noch festgelegt werden, sagte Kretschmer. Klar sei, dass sich keine langen Schlangen bilden dürften und die Besucherzahlen begrenzt werden müssten.

24.04.2020:

Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen entscheiden. Die Auswirkungen der am Montag begonnenen Öffnung der Geschäfte könne man erst 14 Tage später abschätzen, sagte Merkel am Donnerstagabend in Berlin. Andere Lockerungen träten noch später in Kraft. „Das heißt, wir können dann am 6. Mai über diese Fragen sprechen.“ Bisher war erwartet worden, dass über weitergehende Schritte schon Ende April entschieden werden könnte. Merkel will am 30. April erneut mit den Ministerpräsidenten beraten. Da es neben den Lockerungen aber auch noch andere wichtige Themen gebe, gehe sie davon aus, dass es bei diesem Termin bleibe, sagte die Kanzlerin am Donnerstag nach dem EU-Gipfel.

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Ecuador ist doppelt so hoch wie bislang angenommen. Rund 11.000 neue Infektionen seien wegen verzögerter Testergebnisse zu den bisher bereits gemeldeten 11.183 Fällen hinzugekommen, sagt Gesundheitsminister Juan Carlos Zevallos. Die Zahl der Todesopfer wird mit 560 angegeben.

Die Corona-Pandemie könnte nach Einschätzung von Experten zu einer erheblichen Zunahme der Kinder- und Müttersterblichkeit in ärmeren Ländern führen. Die Sterblichkeitsrate könne um 45 Prozent ansteigen, hieß es in einer vom Fachmagazin „Lancet“ veröffentlichten Studie. In den kommenden sechs Monaten könnten in Afrika, Asien und Lateinamerika bis zu 1,2  Millionen Kinder sowie 57.000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben.

23.04.2020:

Großbritanniens Premier Boris Johnson will einem Medienbericht zufolge ab Montag wieder die Regierungsgeschäfte führen. Wie der "Telegraph" berichtet, will der 55-jährige Politiker zum Wochenauftakt zu seinem Amtsitz in der Londoner Downing Street zurückkehren. Johnson habe bereits für die kommende Woche Besprechungen mit einzelnen Kabinettministern vereinbart. Johnson war an Covid-19 erkrankt. Während seines Aufenthalts im Krankenhaus und seiner Erholung in Checkers, dem Landsitz der britischen Regierung, führte Außenminister Dominic Raab die Regierung.

Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) haben 80 Staaten und Zollgebiete die Ausfuhr von Masken und andere Schutzausrüstung eingeschränkt oder ganz gestoppt. Darunter seien 72 WTO-Mitglieder, von denen jedoch nur 13 wie vorgeschrieben die Organisation über diese Schritte unterrichtet hätten. Die fehlende Zusammenarbeit könne dazu führen, dass einige Staaten von dringend benötigten Lieferungen abgeschnitten würden.

Gut fünf Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten Deutschen ist der vorerst letzte Flug gestartet. Eine vom Auswärtigen Amt gecharterte Maschine hob am Donnerstagabend im südafrikanischen Kapstadt mit rund 300 Passagieren an Bord Richtung Deutschland ab. Damit ist nach der Rückkehr von insgesamt rund 240.000 Menschen nach Deutschland der größte Teil der Aktion abgeschlossen. Die deutschen Botschaften weltweit kümmern sich jetzt aber in einer zweiten Phase weiter um die noch verbliebenen Einzelfälle. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte die „Luftbrücke“ am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Das Auswärtige Amt charterte auch selbst Maschinen, die in 260 Flügen rund 66.000 Personen aus insgesamt 65 Ländern zurückbrachten, darunter etwa 6100 Bürger anderer EU-Staaten und 3300 Menschen aus anderen Ländern.

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen amerikanischen Bundesstaat New York haben sich den vorläufigen Ergebnissen einer ersten Antikörper-Studie zufolge bislang rund 14 Prozent der Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Für die Studie seien rund 3000 Menschen, die in 40 Supermärkten in 19 Landkreisen einkauften, zufällig ausgewählt und auf Antikörper getestet worden, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates an der Ostküste mit rund 19 Millionen Einwohnern, am Donnerstag bei seiner täglichen Pressekonferenz.

In Frankreich sind seit Ende März nach Angaben der Gesundheitsbehörden fast 85.000 Menschen in Folge einer Coronavirus-Infektion in Krankenhäuser gebracht worden. Das teilte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Donnerstagabend mit. Er betonte, dass die Verbreitung des Virus auf einem hohen Niveau bleibe. Die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 stieg demnach auf 21.340. Davon seien mehr als 13.236 Patienten in Kliniken gestorben. 8104 Menschen starben Salomon zufolge landesweit in Alten- und Pflegeheimen.

EU-Ratspräsident Charles Michel erklärte nach dem EU-Gipfeltreffen auf Twitter, die Gipfel-Runde habe einen gemeinsam mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erstellten "Fahrplan für Erholung" begrüßt. Er sehe als Ziel "nie dagewesene Investitionen" vor. Die EU-Kommission soll den Vorschlag mit dem mehrjährigen EU-Haushalt für die Zeit von 2021 bis 2027 verknüpfen. Im Gespräch sind eine bis 1,5 Billionen Euro. Merkel betonte, die genaue Höhe sei noch nicht festgelegt worden. Die Kommission sei gebeten worden, nun erst den genauen Bedarf zu bestimmen, sagte sie. Alle seien sich aber einig, dass "es nicht um 50 Milliarden geht".

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist beim EU-Gipfel bei ihrem klaren Nein zu eine Vergemeinschaftung von Schulden in der EU geblieben. „Es geht nicht, dass sozusagen die Schulden vergemeinschaftet werden“, sagte sie nach der Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der anderen Mitgliedstaaten. So wie sie das bereits in ihrer Regierungserklärung im Bundestag gesagt habe, habe sie es beim Gipfel wiederholt. Merkel hatte ihr Nein im Bundestag mit dem Zeitfaktor begründet. Für einen solchen Schritt müssten alle Parlamente der Mitgliedstaaten entscheiden, dass ein Teil der Budgethoheit an die EU übertragen werde. „Das wäre ein zeitraubender und schwieriger Prozess und keiner, der in der aktuellen Lage direkt helfen könnte“, sagte die CDU-Politikerin. „Es geht jetzt darum, schnell zu helfen und schnell Instrumente in der Hand zu haben, die die Folgen der Krise lindern können.“

Die Krankenkassen üben Kritik an dem Vorhaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Kosten für die Corona-Tests auch bei der geplanten massiven Ausweitung weiterhin auf die gesetzliche Krankenversicherung abzuwälzen. Zwar sei das Ziel des Gesetzes zu begrüßen, schnell flächendeckende Testungen zu ermöglichen, sagt der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Klar ist aber auch, dass es sich hierbei um eine Maßnahme zum allgemeinen Bevölkerungsschutz handelt. Infektionsschutz und Seuchenbekämpfung gehören zur Gefahrenabwehr, für die grundsätzlich die Länder die Aufgaben- und Ausgabenverantwortung tragen“, so der Verbandschef. Daher sei die Übertragung der Kosten auf die Kassen „rechtlich fragwürdig“.

Die internationale Impfallianz Gavi fordert frühe internationale Vereinbarungen über die künftige Verteilung einer Immunisierung gegen das Coronavirus. So sollte es Regeln für die Reihenfolge von Impfungen geben, aber auch für eine faire internationale Verteilung, sagte der Gavi-Geschäftsführer und Epidemiologe Seth Berkley in einem Videogespräch mit deutschen Journalisten.

Freie, darstellende Künstler erleiden nach der Erhebung eines Branchenverbandes Millionenverluste durch die Corona-Krise. Theaterhäuser, -gruppen und Schauspieler hätten in einer Umfrage in Hessen Einnahmeverluste von mindestens 3,8 Millionen Euro von März bis etwa Juli angegeben, sagte ein Sprecher des hessischen Verbandes laPROF der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt keine Einnahmen. Sie können nicht auftreten, und deshalb können sie kein Geld verdienen“, erklärte der Sprecher.

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die ab kommender Woche in ganz Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus geltende Maskenpflicht scharf kritisiert. Er trage zwar selber „aus Höflichkeit und Solidarität“ eine Maske, halte aber eine gesetzliche Pflicht für „falsch“, sagte Montgomery der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den „allein entscheidenden Mindestabstand“ zu vergessen. Auch könnten die Masken bei unsachgemäßen Gebrauch gefährlich werden, warnte der Vorsitzende des Weltärztebundes. Im Stoff konzentriere sich das Virus, beim Abnehmen werde die Gesichtshaut berührt, schneller sei eine Infektion kaum möglich.

Nach Angriffen auf Ärzte und Krankenschwestern in Mexiko haben die Vereinten Nation Respekt vor der Arbeit des medizinischen Personals in der Corona-Krise gefordert. „Die UN in Mexiko rufen die gesamte Bevölkerung dazu auf, die Arbeit und die körperliche Unversehrtheit der Mediziner zu respektieren, die angesichts der Corona-Pandemie eine wichtige Arbeit leisten“, hieß es in einer Stellungnahme am Mittwoch.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass das Reisen zwischen Österreich und Deutschland wieder möglich wird. „Natürlich ist es das Ziel, dass wir die Grenzen wieder runterfahren“, sagte Kurz am Mittwochabend in der ARD-Talkshow „Maischberger. Die Woche“. Beide Länder seien bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg - und dies sei die Voraussetzung für ein Wiederaufleben des Tourismus.

Mehr als 80 Prozent der 10.500 Bäcker in Deutschland klagen über heftige Einbußen. Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZDB). „Viele müssen ihren Cafe- und Snackbereich schließen, dadurch bricht bis zu 70 Prozent an Umsatz weg“, sagte ZDB-Präsident Michael Wippler (65). „Das ist ein wichtiges Standbein.“ Zusätzlich seien „die allermeisten Sonderaufträge für Familienfeiern“ storniert worden.

22.04.2020:

Die dänische Regierung hat am Mittwoch die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebestimmungen gelockert. Ausländische Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder und Eltern von Dänen dürfen fortan wieder ins Land einreisen, auch wenn sie keine Aufenthaltsberechtigung haben. Dänemark hatte als eines der ersten Länder in Europa am 14. März wegen der Corona-Krise die Grenze für den Personenverkehr so gut wie geschlossen. Nur Ausländer, die einen wichtigen Grund hatten, durften einreisen. „Menschen mit Symptomen werden jedoch weiterhin an der Grenze zurückgewiesen“, sagte Außen- und Integrationsminister Mattias Tesfaye im Parlament.

Die Europäische Zentralbank (EZB) bringt wegen der Virus-Krise weitere Stützungsmaßnahmen für Geldhäuser auf den Weg. Der EZB-Rat beschloss am Mittwochabend, die Vorschriften für Sicherheiten, die Geldhäuser für den Erhalt von Notenbank-Krediten stellen müssen, abermals zu lockern. Für eine gewisse Zeit will die EZB nun auch Wertpapiere als Sicherheiten akzeptieren, die von den Ratingagenturen im Zuge der Virus-Krise auf Ramschstatus heruntergestuft werden, wie sie in Frankfurt mitteilte. Mit diesem Schritt will sie dafür sorgen, dass es im Zuge der Krise nicht zu einer Kreditklemme kommt.

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing will angesichts der Coronavirus-Pandemie wohl zehn Prozent seiner Stellen in der Passagierflugzeugsparte streichen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreisen. Ein Konzernsprecher wollte die Angaben zu Stellenstreichungen am Mittwoch auf Anfrage der AFP nicht bestätigen. Er verwies lediglich auf das Anfang April angekündigte Abfindungsprogramm, mit dem Boeing die Zahl seiner Mitarbeiter reduzieren will. Boeing-Chef David Calhoun hatte in einer Mitteilung an die Belegschaft erklärt, Mitarbeiter sollten mittels eines Abfindungspaketes dazu ermutigt werden, den Konzern freiwillig zu verlassen.

Das spanische Parlament hat einer dritten Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 9. Mai zugestimmt. Mit den Stimmen der konservativen "Volkspartei" verabschiedeten die Abgeordneten die Maßnahme, die zur Aufrechterhaltung des Lockdown in Spanien notwendig ist. Das Land zählt nach den Vereinigten Staaten die meisten Infektionen mit Covid-19, wobei sich die Zahlen zuletzt stabilisierten. Laut der amerikanischen Johns Hopkins Universität wurden in Spanien 208.389 Fälle gezählt, die Zahl der Todesfälle in Folge einer Corona-Infektion liegt laut der JHU bei 21.717.

In Frankreich lässt der Druck auf die Krankenhäuser in der Corona-Krise weiter langsam nach. Die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist seit rund zwei Wochen rückläufig, wie Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Mittwochabend sagte. Derzeit würden dort 5218 Patientinnen und Patienten behandelt. Das sind fast 2000 weniger als noch vor zwei Wochen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden, gehe weiterhin zurück. Es sind derzeit mehr als 29.700.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der Corona-Lockerungen in einigen Ländern vor Bequemlichkeit gewarnt. Die Menschheit werde noch lange mit dem gefährlichen Coronavirus zu tun haben, betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Tedros stellte klar, dass die Infektionen trotz der Lockerungen jederzeit wieder steigen könnten. Noch immer seien die meisten Menschen anfällig für das Virus, das die Atemwegserkrankung Covid-19 auslöst, sagte er. Der WHO-Generalsekretär erklärte, dass die Weltgesundheitsorganisation weltweit rund 2,5 Millionen bestätigte Fälle von Covid-19 erfasst habe. Rund 160.000 infizierte Menschen seien gestorben. Seine Organisation habe bereits Ende Januar den höchsten internationalen Gesundheitsalarm ausgelöst, sagte Tedros. Damals seien außerhalb von China nur rund 80 Corona-Fälle erfasst worden. Die Länder hätten genügend Zeit gehabt, sich auf eine Ausbreitung der Krankheit vorzubereiten.

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die meisten Ausbrüche in Europa inzwischen stabil oder schwächen sich ab. In Mitteleuropa, Afrika sowie Mittel- und Südamerika gebe es jedoch besorgniserregende Anstiege, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

21.04.2020:

Die große Koalition plant zur Bewältigung der Corona-Krise ein weiteres umfangreiches Gesetzespaket im Gesundheitsbereich. Dabei geht es unter anderem um eine Ausweitung von Coronavirus-Tests auch unter Mithilfe von Tierärzten, um schärfere Meldepflichten bei Verdachts- und Krankheitsfällen sowie Laborbefunden und um den Schutz von privat Krankenversicherten, die in der aktuellen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Entwurf der Fraktionen von Union und SPD liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Er soll in der kommenden Woche im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden.  

Der Schauspieler Idris Elba unterstützt einen UN-Hilfsfonds, mit dem wegen der Corona-Krise in Not geratenen Bauern in ärmeren Ländern geholfen werden soll. Der Hilfsfonds benötige "mehr Unterstützung", damit Ernährungssysteme in ländlichen Regionen weltweit aufrechterhalten werden könnten, erklärte Elba am Montag. Die Welt müsse "gemeinsam aus dieser Krise" kommen und "unnötigen Hunger und unnötiges Leid" verhindern. 


20.04.2020:

Die Museen in Berlin mit der berühmten Museumsinsel können vermutlich vom 11. Mai an wieder öffnen. Das sieht nach dpa-Informationen eine Vorlage vor, über die der Senat an diesem Dienstag entscheiden soll. Ebenfalls vom 11. Mai an sollen auch die Bibliotheken der Stadt ihren Betrieb zumindest in Teilen wieder aufnehmen können, wie es am Montag hieß. Sämtliche Schritte stehen unter dem Vorbehalt, dass die jeweiligen Häuser die hygienischen Voraussetzungen und die während der Corona-Krise geltenden Distanzregelungen erfüllen können.

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Frankreich hat die Schwelle von 20.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 547 weitere Patienten gestorben, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl der nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Gestorbenen erhöhte sich damit auf 20.265. "Heute Abend hat unser Land eine symbolische und besonders schmerzhafte Schwelle überschritten", sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon. Nach den Vereinigten Staaten, Italien und Spanien ist Frankreich das vierte Land, in dem die Opferzahl über die Marke von 20.000 stieg. In den Vereinigten Staaten liegt die Zahl der Corona-Toten inzwischen doppelt so hoch.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine im Vergleich zum Samstag leicht gestiegene Ansteckungsrate für Deutschland. Diese liege jetzt bei 0,9, heißt es im täglichen Lagebericht des RKI. Das bedeutet, dass statistisch ein Infizierter weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Samstag hatte der Wert bei 0,8 gelegen. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird. Nach Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 91.500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.


Auch in Thüringen soll ab Freitag in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht gelten. Das sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. In Sachsen gilt die Maskenpflicht seit Montag, Mecklenburg-Vorpommern zieht nächsten Montag nach, Bayern ebenfalls, in Baden-Württemberg entscheidet das Kabinett am Dienstag. Gesundheitsministerin Heike Werner will dem Kabinett am Dienstag die landesweite Pflicht vorschlagen. Anders als zuvor spricht sie sich nun für die verpflichtende Maßnahmen aus – vor allem, um eine einheitliche Regelung in dem Bundesland einzuführen: „Bisher war ich selbst sehr skeptisch gegenüber einer Verpflichtung zum Tragen einer Mund Nasenbedeckung.“ Eine Maske könne nur ein zusätzlicher Schutz sein, von grundsätzlicher Bedeutung sei das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln. „Für wirklich problematisch halte ich aber einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen innerhalb Thüringens. Das schürt Verunsicherung in der Bevölkerung. Wir brauchen einheitliche Lösungen bei der Bewältigung dieser Krise“, so Werner. Deshalb solle das Tragen einer einfachen Mund-Nasenbedeckung ab Freitag im ganzen Bundesland beim Einkaufen und im Nahverkehr zur Pflicht werden. Zuvor hatten in Thüringen mehrere Kommunen eine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes eingeführt, darunter Jena und Nordhausen.

Wegen der Corona-Krise ist der Preis für amerikanisches Rohöl auf einen historischen Tiefstand gefallen. Der Kontrakt, der eine physische Öllieferung im Mai vorsieht, fiel um deutlich mehr als zehn Dollar und notierte zuletzt unter einem Dollar je Barrel (159 Liter). Das ist der mit Abstand tiefste Stand eines Terminkontrakts seit Aufnahme des Future-Handels im Jahr 1983.

Gute Nachrichten aus Italien: Die Zahl der Neuinfektionen ist dort erstmals zurückgegangen. Wie die Zivilschutzbehörde in Rom mitteilte, sank die Zahl der landesweit positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten am Montag auf 108.237. Am Sonntag hatte es noch 20 Infektionsfälle mehr gegeben. "Dies ist das erste Mal, dass es eine positive Entwicklung gibt", sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli bei einer Pressekonferenz in Rom. Italien ist in Europa das am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land. Italien hatte seinen ersten Infektionsfall im Februar registriert und sich seither zum Zentrum der Pandemie in Europa entwickelt. Mehr als 23.600 Menschen starben in dem Land bereits nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Mehr Todesfälle gibt es bislang weltweit nur in Amerika.

Nicht nur die jüngsten Lockerungen bereiten Christian Drosten Sorge. Auch mögliche Verstöße gegen die Kontaktsperre könnten laut des Berliner Virologen dazu führen, dass eine zweite Infektionswelle "nicht erwarteter Wucht" auf Deutschland zurollt. Gleichzeitig vermeldet die Pharmaindustrie, dass ihre Forschung schnell vorangehe. Schon Ende des Jahres könne mit einem Impfstoff gerechnet werden. Denn: Was in der Entwicklung sonst Jahre dauert, werde nun auch durch die gute Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden begünstigt, sagen Branchenvertreter am Montag bei einer Veranstaltung des Verbandes der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA). Einige Hindernisse gibt es aktuell trotzdem.

In Großbritannien hat sich die Zahl der nach einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Krankenhauspatienten auf mehr als 16.500 erhöht. In den vergangenen 24 Stunden gab es 449 weitere Todesopfer, wie das Gesundheitsministerium am Montag in London mitteilte. Die Zahl der Infektionsfälle liegt demnach inzwischen bei 124.743 – ein Anstieg von 4676 im Vergleich zum Vortag. Es handelt sich um die niedrigste Todesfallzahl an einem Tag in Großbritannien seit zwei Wochen. Allerdings hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt, dass die Fallzahlen an Montagen immer vergleichsweise niedrig liegen. Grund dafür sind Verzögerungen bei der offiziellen Registrierung von Infektions- und Todesfällen am Wochenende. Zudem werden in der offiziellen Statistik nur die Toten in Krankenhäusern erfasst, nicht aber die Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion sterben.

Um in der Corona-Krise schneller Impfstoffe, Medikamente und Testsysteme zu finden, sollen sich Forscher auf einer europäischen Datenplattform austauschen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte die Gründung der „European COVID-19 Data Platform“ am Montag an. Wissenschaftler hätten bereits einen großen Wissensschatz über das Coronavirus gesammelt und kein Forscher könne allein eine Lösung finden, sagte von der Leyen. Auf der Plattform könnten sie ihre Erkenntnisse speichern und die ihrer Kollegen nutzen. Die Kommission erwarte, dass binnen weniger Tage Zehntausende Beiträge hochgeladen würden.

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen. Sein Bundesland verzichte darauf auch, weil eine flächendeckende Versorgung mit Alltagsmasken durch den Handel derzeit nicht garantiert werden könne, sagte Laumann der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung vom Montag. Er setzte daher auf die „Verantwortung jedes Einzelnen“. Nordrhein-Westfalen empfehle allen Bürgern allerdings das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes, betonte Laumann. Dies gelte vor allem beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr. Das Land folge damit der zwischen Bund und Ländern in der vergangenen Woche vereinbarten Linie. Die Masken seien ein Beitrag zum „Fremdschutz“.

17.04.2020:

In China ist das Virus als erstes ausgebrochen, seit mehreren Wochen scheint es im Land erfolgreich unterdrückt. Der Blick in die Volksrepublik ist daher immer auch ein wenig ein Blick in die Zukunft: Am heutigen Freitag meldet die nationale Gesundheitskommission in Peking 26 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Elf Ansteckungen seien im Land erfolgt, 15 aus dem Ausland importiert worden. Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 46.Die Angst vor einer zweiten Infektionswelle in China ist groß, zumal die Regierung den Fokus derzeit auf die wirtschaftliche Öffnung legt.

16.04.2020:

Die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten ist enorm gestiegen. Allein in der vergangenen Woche meldeten sich 5,2 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das amerikanische Arbeitsministerium mitteilte. Damit haben binnen vier Wochen bereits mehr als 20 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten ihren Job verloren – Tendenz steigend. Sie alle stehen vor finanziell schwierigen Zeiten. Das zeigt sich unter anderem auch bei den sogenannten „Food Banks“ – schnell eingerichtete Lebensmittel-Tafeln für die Krisenverlierer.

Die Zahl der positiv Getesteten in Frankreich steigt um 2641 auf 108.847. Die Zahl der Toten in Krankenhäusern sei um 417 auf 11.060 gestiegen, teilen die Behörden mit. Allerdings sei die Zahl der Menschen, die in Kliniken behandelt werden müssten, den zweiten Tag in Folge gesunken, die Zahl der Virus-Patienten auf Intensivstationen gar den achten Tag in Folge.

Sportlich: Ein 99 Jahre alter Brite hat 100 Runden mit dem Rollator durch seinen Garten geschafft und so mehr als 15 Millionen Pfund (über 17 Millionen Euro) an Spenden gesammelt. Mit dem Geld will Tom Moore das Gesundheitswesen unterstützen. Er fühle sich gut, sagte der Kriegsveteran am Donnerstag im englischen Marston Moretaine in der Nähe von Cambridge nach der letzten Runde seiner Aktion. Viele Ärzte, Pfleger, Sportler und Politiker gratulierten dem Senior.

Belgien beginnt mit einem dreiwöchigen Programm für Massentests in Altersheimen. Insgesamt sollen mehr als 210.000 Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus überprüft werden. Als eines der wenigen Länder in Europa bezieht Belgien alle Todesfälle außerhalb von Krankenhäusern in seine Statistiken ein, die Symptome von Covid-19 aufwiesen, auch wenn die Krankheit nicht bestätigt würde. Dies könnte zu der vergleichsweise hohen Totenzahl von 4857 beitragen, von denen fast die Hälfte aus Altersheimen gemeldet wurde.

Auch Portugal hat wegen des Coronavirus den Ausnahmezustand ein weiteres Mal um zwei Wochen verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstag einen entsprechenden Dekretvorschlag von Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa. Die zweithöchste Notstandsstufe des Landes war am 18. März erstmals in Demokratie-Zeiten ausgerufen worden, war dann bis zum 17. April verlängert worden und soll nun bis zum 2. Mai gelten. Jedoch soll es möglicherweise bald „schrittweise“ Lockerungen geben.

Die britische Regierung verlängert im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie ihre Beschränkungen um mindestens drei Wochen. Außenminister Dominic Raab sprach am Donnerstag von einer "gefährlichen Phase" der Pandemie, in der die Maßnahmen nicht gelockert werden könnten, ohne das Erreichte zu gefährden.

Die Zahl der Neuinfektionen in Italien steigt wieder an. Zuletzt habe es 3786 neue Fälle gegeben, nach 2667 am Tag davor, teilt der Zivilschutz mit. Damit gebe es insgesamt knapp 169.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten sei um 525 gestiegen, nach 578 am Vortag. Sie liege damit nun insgesamt bei 22.170. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sei den 13. Tag in Folge gesunken und liege aktuell bei 2936.

Die Europäische Union hat Amerikas Präsident Donald Trump in seiner Kritik an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in aller Deutlichkeit widersprochen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell habe WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus die volle Unterstützung in diesem entscheidenden Moment zugesagt, hieß es am Donnerstag nach einem Telefonat der beiden. Die Coronavirus-Pandemie müsse weiter multilateral bekämpft werden. Über den amerikanischen Stopp der WHO-Beitragszahlungen sei Borrell besorgt. Er wolle versuchen, weitere Mittel zu mobilisieren. Die EU habe nach einem WHO-Aufruf bereits 114 Millionen Euro in dieser Krise zur Verfügung gestellt.

Die bislang ausgeprägten regionalen Unterschiede bei der Coronavirus-Epidemie in Deutschland werden sich nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten auflösen. Der anfängliche Effekt, dass sich das Virus nach Einschleppungen zunächst stark lokal verbreitet, wie bisher in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werde immer weiter verwischen, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast. Es sei bereits zu sehen, dass sich die „lokale Clusterung“ so langsam auflöse. „Das Virus wird sich jetzt über die nächsten Wochen und Monate, über den Sommer, in ganz Deutschland weiter verteilen.“ Zu dieser gleichmäßigeren Verteilung komme es trotz der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung, da es immer noch Übertragungen gebe. Eine der Lehren aus der Spanischen Grippe sei, dass man Veränderungen im Hintergrund der Epidemie einberechnen müsse: Damals hätten anfangs manche amerikanische Städte nichts davon mitbekommen, so Drosten. Über den Sommer sei es zu einer unbemerkten, gleichmäßigeren Verbreitung und dann im Winter zu Infektionsketten an allen Orten gekommen. Auch positive Überraschungen seien möglich, sagte Drosten. Es gebe noch viele Restfragen, etwa zur Rolle der Kinder bei Sars-CoV-2. Auch steckten sich in Haushalten offenbar doch relativ wenige Menschen an, wie neue Daten aus China nahelegten. Vielleicht gebe es eine bisher unbemerkte Hintergrundimmunität durch Erkältungscoronaviren. Solche Aspekte müsse die Forschung klären.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sechs Bedingungen aufgelistet, die vor der Lockerung von Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erfüllt werden sollten. „Wenn wir das zu schnell machen, riskieren wir einen Wiederanstieg (der Fallzahlen), der noch schlimmer sein könnte als die aktuelle Situation“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in seiner wöchentlichen Ansprache vor UN-Diplomaten in Genf. Vor allem sollten die Regierungen sicherstellen, dass die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle sei. Diese Bedingung sei erfüllt, wenn die Gesundheitsbehörden die Herkunft jeder Infektion und sämtliche Infektions-Cluster kennen. Die nationalen Gesundheitssysteme müssten zudem in der Lage sein, sämtliche neue Fälle aufzuspüren, diese Menschen zu testen, zu isolieren und sie zu behandeln. Auch sämtliche sozialen Kontakte infizierter Menschen müssten nachvollzogen werden. Tedros betonte auch, dass Länder, die ihre Maßnahmen lockern wollen, die Infektionsrisiken in besonders gefährdeten Umgebungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen minimieren müssten. Zudem brauche es Präventionsmaßnahmen an Arbeitsplätzen, in Schulen und in anderen wesentlichen Lebensbereichen. Die Staaten müssten das Risiko beachten, dass Einreisende das Virus wieder ins Land bringen könnten. Als sechsten Punkt führte Tedros auf, dass die Gemeinschaften ausreichend über das Virus informiert worden seien und damit „ermächtigt sind, sich auf die neue Situation angemessen einzustellen und entsprechend zu verhalten, um Infektionen vorzubeugen“.

Ab dem 4. Mai werden die Friseure wieder öffnen dürfen. Mit Abstandregeln, Hygienekonzepten und einem Maskengebot. Was jedoch geschlossen bleiben muss: Gastronomie und Hotellerie. Dort werde es auf absehbare Zeit keine Änderung geben. Die Gastronomie könne sich jedoch darauf einstellen, im Sommer einen "Run" zu erleben" – da der Sommerurlaub im Ausland für die Deutschen eher unwahrscheinlich sei.

Nach den coronabedingten Schulschließungen hat das bayerische Kabinett einen Wiederbeginn in Stufen beschlossen: Ab dem 27. April sollen die Abschlussklassen wieder zurück an die Schulen dürfen. Frühestens am 11. Mai sollen diejenigen Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist noch offen.

14.04.2020:

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat den Vorschlag von Experten begrüßt, eine Lockerung der Corona-Maßnahmen mit einer Mundschutzpflicht zu verbinden. „Alle Vorsichtsmaßnahmen wie die Abstands- und Hygienegebote müssen weiterhin strikt eingehalten werden – und zusätzlich muss ein Mund-Nase-Schutz im öffentlichen Raum getragen werden“, sagte Karliczek der „Passauer Neuen Presse“ vom Dienstag. Darüber hinaus müssten in der Bevölkerung mehr Corona-Tests stattfinden. Bund und Länder sieht Karliczek mit Blick auf die Entscheidung über die Lockerungen der Maßnahmen vor einer Herkulesaufgabe. „Es steht eine der schwierigsten Prognose-Entscheidungen an, die die Politik in unserem Land seit langem zu treffen hatte. Vielleicht sogar die schwierigste seit Bestehen der Bundesrepublik“ sagte die CDU-Politikerin. Sie betonte, dass auch im Falle eines Abflachens der Ansteckungskurve die Rückkehr zur Normalität behutsam eingeleitet werden müsse.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Einschränkung der Grundrechte aufgrund der Coronakrise als angemessen bezeichnet. "Niemand in der Bundesregierung" sei "daran interessiert, die Maßnahmen auch nur einen Tag länger aufrecht zu erhalten als unbedingt notwendig", sagte Lambrecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Das ganze Engagement der Bundesregierung sei derzeit darauf gerichtet, die durch die Coronavirus-Pandemie entstandene Krise zu bewältigen. Die Pandemie nannte die Ministerin eine "nie dagewesene Herausforderung". "Oberstes Gebot" sei nun "der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung". Dies werde auch vom Bundesverfassungsgericht gefordert. Vor diesem Hintergrund müssten "sehr schwere Entscheidungen" getroffen werden, sagte Lambrecht. "Dabei sind verhältnismäßige Einschränkungen einiger Grundrechte nicht vermeidbar."

Seit drei Wochen gilt in Indien eine landesweite Ausgangssperre. Die Bevölkerung des 1,3 Milliarden Einwohner großen Landes darf seitdem nur noch in Ausnahmefällen auf die Straße. Nun hat Premierminister Narendra Modi angekündigt, das Ausgehverbot, das eigentlich morgen enden sollte, zu verlängern. Es gilt nun bis 3. Mai.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki fordert eine schnelle Aufhebung der Corona-Maßnahmen. "Ich würde alle Geschäfte, die derzeit geschlossen sind, wieder öffnen lassen, sofern die Abstandsregeln dort einzuhalten sind", sagte Kubicki der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag. Dies könne etwa durch eine Einlasskontrolle geschehen, schlug der Bundestagsvizepräsident vor. Auch Restaurants sollten aus Sicht Kubickis wieder öffnen dürfen – "mit entsprechendem Abstand zwischen den Tischen“. Mit Blick auf mögliche Schulöffnungen regte er einen Vor- und Nachmittagsbetrieb an. Auf diese Weise könnten die Zahl der anwesenden Schüler reduziert und "sogenannte Rudelbildungen" verhindert werden, sagte Kubicki.

13.04.2020:

Eine Studie von Universitäten und Forschungsinstituten in Brasilien deutet auf eine hohe Dunkelziffer bei Coronavirus-Infektionen im Land hin. Die Zahl der Fälle sei wahrscheinlich zwölf Mal höher als die offiziell verbreitete Statistik, erklären die Autoren der Studie. Sie begründen ihre Annahme damit, dass in Brasilien zu wenig getestet werde und damit viele Erkrankungen unentdeckt blieben. Bis Sonntag meldeten die Behörden 22.169 bestätigte Erkrankungen und 1223 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

In den Vereinigten Staaten schmieden mehrere Bundesstaaten gemeinsam Pläne für eine Aufhebung der Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Gouverneure unter anderem von New York und New Jersey an der Ostküste sowie Kalifornien und Oregon an der Westküste erklärten, dass sie ihr Vorgehen abstimmen wollen. Zuvor war unter den Gouverneuren die Einschätzung laut geworden, dass das Schlimmste inzwischen überstanden sein könnte. Die Zahl der Covid-19-Toten in Amerika überstieg am Montag die Schwelle von 23.000. Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen liegt bei fast 570.000.

Die britische Regierung will die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre vorerst nicht lockern. Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, sagte am Montag in London, trotz einiger „positiver“ Entwicklungen sei der „Höhepunkt“ der Virus-Ausbreitung in Großbritannien noch nicht erreicht. Die britische Regierung muss bis Donnerstag über eine Verlängerung der seit 23. März geltenden Ausgangssperre entscheiden. Die Maßnahme galt zunächst für drei Wochen, ihre Verlängerung gilt als sehr wahrscheinlich.

Der russische Präsident Wladimir Putin bringt einen Einsatz der Armee im Kampf gegen den Virus-Ausbruch ins Spiel. Putin kritisierte Regierungsvertreter in einigen bisher noch nicht so stark betroffenen Regionen des Landes dafür, dass sie Zeit vergeudeten. „Wir haben eine Menge Probleme, wir haben nichts, womit wir besonders angeben können, und wir dürfen keinesfalls nachlassen.“ Die Regionalregierungen sollten bedenken, dass das Verteidigungsministerium über umfassende Ressourcen verfüge, die auch genutzt werden sollten. In Frankreich sind inzwischen fast 15.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien 574 Todesfälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS am Montagabend mit. Die Gesamtzahl der Todesopfer sei damit auf 14.967 gestiegen. Am Abend wurde zudem die aufgrund der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert. Das verkündete Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache.

In Österreich werden am Dienstag die wegen der Corona-Pandemie erlassenen strikten Beschränkungen etwas gelockert: Kleinere Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen; Kunden müssen aber Masken tragen und Abstand halten. Grundsätzlich sollen die Ausgangsbeschränkungen im Land bis Ende April in Kraft bleiben. Ab Dienstag ist zudem ein Mund-Nasen-Schutz nicht nur wie bisher in Supermärkten Pflicht, sondern auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis. Anfang Mai sollen nach dem Fahrplan der Regierung in Wien dann auch größere Geschäfte wieder öffnen. Hotels und die Gastronomie sollen voraussichtlich Mitte Mai folgen. Die Schulen in Österreich bleiben dem aktuellen Plan der Regierung zufolge ebenfalls noch bis Mitte Mai geschlossen, Veranstaltungen bis Ende Juni verboten.

In Italien ist die Zahl hat der Corona-Toten auf mehr als 20.000 geklettert. Wie der Zivilschutz am Ostermontag meldete, kamen innerhalb von 24 Stunden 566 neue Todesfälle hinzu. Am Vortag waren es mit 431 weniger Opfer gewesen. Italien gehört zu den weltweit am härtesten von der Lungenkrankheit getroffenen Ländern. Insgesamt starben seit Februar in dem Mittelmeerland 20.465 Menschen im Zusammenhang mit der Covid-19-Krankheit, wie die Behörde in Rom mitteilte.

Ein wenig Leben kehrte am Montag in die Straßen Madrids zurück, wie unser Korrespondent Hans-Christian Rößler berichtet. Die spanische Regierung beendete den „Winterschlaf“ der Wirtschaft. Mit vorgezogenen Osterferien hatte sie Ende März auch die Angestellten von Firmen nach Hause geschickt, deren Produktion für das Land nicht lebenswichtig ist. Die strengen Ausgangsbeschränkungen, die seit dem 14. März gelten, bleiben jedoch in Kraft, voraussichtlich bis in den Mai. Anders als in Deutschland ist von einer Exit-Strategie keine Rede. Nach einem Monat dürfen nicht einmal Eltern mit ihren Kindern vor die Tür; Sport im Freien bleibt verboten. „Wir befinden uns noch nicht in der Deeskalationsphase. Die generellen Ausgangsbeschränkungen dauern an“, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez an. Frühestens in zwei Wochen könnte es schrittweise und vorsichtige Lockerungen geben, „wenn wir gegenüber dem Virus Boden gewinnen".

(… FROHE OSTERN…)

08.04.2020:

Die Europäische Union will ihren weitgehenden Einreisestopp bis zum 15. Mai verlängern. So empfiehlt es die Europäische Kommission. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken. Ausnahmen gelten für Ärzte, Pflegekräfte, Diplomaten und Heimkehrer. Die Entscheidung über solche Einreisebeschränkungen kann jedes Land für sich treffen. Die EU-Kommission rief die Staaten jetzt zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Verlängerung auf. Maßnahmen an den Außengrenzen seien nur dann wirkungsvoll, wenn sie einheitlich seien.

Äthiopien hat landesweit den Notstand ausgerufen.

Der Virologe Christian Drosten plädiert für die baldige Einführung einer App zum Nachverfolgen von Kontaktpersonen. In der Debatte um Exit-Strategien aus den derzeitigen Auflagen halte er die Idee der Smartphone-App für überzeugender als andere Vorschläge: «Für mich ist das wirklich das bevorzugte Werkzeug», sagte der Wissenschaftler der Charité in seinem Podcast beim NDR.

„Es gibt nicht genug frei verfügbare Masken für alle.“ Das hat der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch der „Passauer Neuen Presse“ gesagt. Er hält eine allgemeine Maskenpflicht für rechtlich nicht zulässig. Eine Pflicht einzuführen, der die Bürger gar nicht voll nachkommen könnten, wäre seiner Ansicht nach schwierig. „Wir brauchen die hochwertigen Masken auch dringend für unser medizinisches Personal und die Pflege.“ Das sei ein weiterer Grund, warum eine Maskenpflicht zurzeit nach seiner Auffassung rechtlich nicht zulässig sei, sagt Montgomery weiter.

Deutschland kann in dieser Woche mit der Lieferung von insgesamt 40 Millionen Schutzmasken rechnen. Das sei so viel wie in den beiden anderen Wochen davor, sagt der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Es sei eine ständige Verbindung mit der Lufthansa nach Shanghai aufgebaut. Die Masken würden dort vom TÜV überprüft.

Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern behandelten schwerkranken Corona-Patienten aus EU-Staaten hat sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes auf 220 erhöht. Davon kämen 130 aus Frankreich, 44 aus Italien und 46 aus den Niederlanden, teilt das Außenministerium mit. Zudem gebe es die Zusage deutscher Krankenhäuser, weitere 60 Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist "sehr besorgt" über die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa. Weltweit befände sich etwa die Hälfte aller registrierten Ansteckungsfälle auf dem europäischen Kontinent. Der WHO-Regionalleiter für Europa, Hans Henri P. Kluge, warnte deshalb vor einer verfrühten Lockerung der Maßnahmen gegen das Virus.

Auch in Hessen nimmt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen weiter zu. Allerdings steigt sie prozentual abermals moderat: Die 269 bestätigten Fälle, die das Sozialministerium gerade gemeldet hat, bedeuten einen Zuwachs von 5,5 Prozent binnen Tagesfrist. Insgesamt sind seit Anfang März in Hessen nunmehr 5114 Corona-Infektionen registriert worden. Das Ministerium hat zudem vom Dienstag auf Mittwoch 13 neue Corona-Opfer verzeichnet. Tags zuvor hatte es in diesem Bundesland über Nacht mit 15 die bisher höchste Zahl an Todesopfern gegeben, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden. Bisher sind 92 Menschen in Hessen offiziell an den Folgen einer solchen Infektion verstorben

Das Coronavirus breitet sich in Afrika aus. Die Zahl der Infektionen sei auf mehr als 10 000 angestiegen, mehr als 500 Menschen seien gestorben, gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt. Hilfsorganisationen wie World Vision oder Save the Children warnen bereits vor einer Katastrophe schwersten Ausmasses. Covid-19 habe das Potenzial, «eine ökonomische und soziale Verwüstung auszulösen», warnte WHO-Regionaldirektor Matshidiso Moeti mit Hinweis auf die schwach ausgeprägte medizinische Infrastruktur. Als offiziell unbetroffen von Covid-19 gelten in Afrika nur das Bergkönigreich Lesotho sowie die Inselgruppen der Komoren und Sao Tomé und Principe.

Laut der amerikanischen Regierung sind Afroamerikaner besonders oft vom Coronavirus betroffen. Das sagte Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz. In einigen Tagen werde man entsprechende Statistiken dazu veröffentlichen. Trump sagte, man werde an der  Angelegenheit arbeiten, nannte aber keine Einzelheiten.
 Die „Washington Post“ hatte am Dienstag unter Berufung auf Daten einiger lokaler Behörden berichtet, dass mehrheitlich afroamerikanische Landkreise teils dreimal so viele Infektionen und fast sechsmal so viele Todesfälle vermeldeten wie Landkreise, in denen weiße Amerikaner in der Mehrheit seien. Betroffen sind demnach Städte wie Chicago und die Hauptstadt Washington ebenso wie Bundesstaaten wie Louisiana und Michigan.

07.04.2020: 

Was heute wichtig ist: Johnson auf Intensivstation verlegt Die weiteren Entwicklungen in Großbritannien, insbesondere der Gesundheitszustand von Premierminister Boris Johnson, der gestern Abend auf die Intensivstation verlegt wurde. Er ist die ranghöchste Person, die weltweit an Covid-19 erkrankt ist. Hier lesen Sie eine Zusammenfassung. Ethikrat zur Corona-Krise – Giffey stellt Freiwilligen-Portal vor  Der Deutsche Ethikrat äußert sich um 11.00 Uhr zur Corona-Krise. In der politischen Debatte geht es unter anderem darum, wann und nach welchen Kriterien die massiven Alltags-Beschränkungen gelockert werden könnten. Zudem können Ärzte vor schwierige Entscheidungen gestellt werden, wenn es bei steigenden Zahlen schwerkranker Corona-Patienten darum geht, welche Behandlung Priorität hat. Finanzminister suchen Kompromiss bei EU-Krisenhilfen: Die Finanzminister der Eurogruppe und der übrigen EU-Länder beraten von 15.00 Uhr an über weitere finanzielle Hilfen in der Corona-Wirtschaftskrise. Zur Debatte steht nach Angaben des Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno ein "Sicherheitsnetz" für EU-Staaten im Wert von rund einer halben Billion Euro. Einigen sich die Finanzminister, wollen sie ihre Vorschläge den EU-Staats- und Regierungschefs zur Entscheidung vorlegen.

In den Vereinigten Staaten sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Erstmals seit dem 23. Januar dürfen die Einwohner von Wuhan ihre Stadt wieder verlassen: Kommende Nacht (Dienstag 18 Uhr MESZ) endet das Ausreiseverbot für die zentralchinesische Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt. Die Hauptstadt der Provinz Hubei war als erste chinesische Stadt komplett abgeriegelt worden, später folgte fast die gesamte Provinz.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für seinen besonders heftig getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels. Zwar sei die Zahl der Verstorbenen in New York im Vergleich zum Vortag um 599 auf 4758 gestiegen, dies liege jedoch im Bereich der vergangenen Tage, sagte Cuomo auf seiner täglichen Pressekonferenz. Zudem sei die Zahl der neu in die Krankenhäuser gekommenen Patienten deutlich zurückgegangen, genauso wie die Zahl der intubierten Menschen an Atemgeräten.

Der UN-Sicherheitsrat will sich am Donnerstag zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie mit den Auswirkungen der Krise auf die internationale Sicherheit beschäftigen. Zuletzt war Kritik am Sicherheitsrat aufgekommen, der zur Corona-Krise bisher keine gemeinsame Haltung gefunden hat.

Das südosteuropäische EU-Land Bulgarien hat im Kampf gegen das Coronavirus seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit dürfen nun unter anderen Ausländer, die etwa aus Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen, nicht in Bulgarien einreisen. Das ordnete Gesundheitsminister Kiril Ananiew am Montagabend an. Das Verbot gilt auch für Reisende aus weiteren EU-und Schengenstaaten „mit hohem Covid-19-Verbreitungsrisiko“. Die Anordnung hat zahlreiche Ausnahmen, die neben Bulgaren auch transitreisende Bürger von EU-Staaten sowie Balkanstaaten betreffen, die in ihre Länder zurückkehren wollen. In Bulgarien mit einer Bevölkerung von fast sieben Millionen Menschen wurden bislang 549 Coronavirus-Fälle nachgewiesen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz rechnet durch die zahlreichen Hilfspakete mit einer deutlich steigenden Staatsverschuldung. Die Schuldenquote werde durch die jetzt auf den Weg gebrachten Maßnahmen wohl auf rund 75 Prozent der Wirtschaftsleistung klettern, sagt Scholz im ZDF. Momentan liegt das Verhältnis bei knapp 60 Prozent. Hinzu werde noch dieses Jahr ein Konjunkturprogramm kommen, um die Wirtschaft nach der Krise wieder in Schwung zu bringen.

Der Gesundheitszustand des an Covid-19 erkrankten britischen Premierministers hat sich verschlechtert. Nun wird er auf die Intensivstation verlegt. Außenminister Dominic Raab soll die Amtsgeschäfte übernehmen.

Der Lufthansa-Vorstand will Insidern zufolge am Dienstag über eine Schließung der Tochtergesellschaft Germanwings beraten. Es sei unklar, ob es dabei zu einem Beschluss kommen werde, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Israel die Bewegungsfreiheit der Bürger für das kommende Pessachfest weiter massiv ein. Von Dienstag bis Freitag dürften Personen ihre Stadtteile und Dörfer nicht verlassen, teilte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montagabend mit.

06.04.2020, 05:04: Südkorea gelingt es weiterhin, die Kurve an Neuinfektionen abzuflachen. Die Behörden in Seoul meldeten am Montag 47 Infizierte in den letzten 24 Stunden. Es ist das erste Mal über einem Monat, dass das Land weniger als 50 neue Krankheitsfälle meldet. Insgesamt wurden in Südkorea bislang 10.284 Fälle erfasst. 186 Menschen sind an Covid-19 gestorben.

05.04.2020, 23:21: Vize-Kanzler Olaf Scholz will als Reaktion auf die Krise künftig medizinische Ausrüstung und strategisch wichtige Produkte stärker in Europa produzieren lassen. Das werde auch für Arzneimittel gelten, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Er kündigte für Montag Beschlüsse der Bundesregierung zur Versorgung mit medizinischer Schutzkleidung an, insbesondere zur verstärkten Produktion von Schutzmasken im Inland.

05.04.2020, 23:12: Neue Zahlen der Johns-Hopkins-Universität: In Deutschland gibt es demnach erstmals mehr als 100.000 bekannte Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Um 22.52 Uhr meldete die Universität 1000.009 infizierte Menschen. Die Zahl der Toten liege bei 1575 und die der Genesenen bei 28.700 Personen.

05.04.2020, 21:35: In Frankreich ist die Zahl der Infizierten auf um knapp 2000 Personen auf 70.478 Menschen gestiegen. Das teilt das Gesundheitministerium mit. In den vergangenen 24 Stunden seien 357 Menschen am Coronavirus gestorben. Am Vortag hatten die Behörden noch 441 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich insgesamt auf 8078.

05.04.2020, 20:20: Als Zeichen gegen die Dunkelheit in der Coronavirus-Krise haben Menschen vielerorts in Indien nachts Lichter entzündet. Auf Bildern war zu sehen, wie einige mit Kerzen, Leuchten oder Handytaschenlampen an ihren Türen oder auf Balkonen standen und das Licht in ihren Häusern ausgeschaltet hatten.

05.04.2020 19:13: Hoffnung in Italien? Dort ist den zweiten Tag in Folge die Zahl der bekanntgewordenen Covid-19-Todesfälle zurückgegangen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 525 neues Todesfälle innerhalb von 24 Stunden nach 681 am Vortag. Die Gesamtzahl  der Toten in Italien erhöhte sich auf 15.887.

05.04.2020, 18:19: Im amerikanischen Bundesstaat New York ist die Zahl der Corona-Todesfälle abermals drastisch gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 594 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, sagte am Sonntag Gouverneur Andrew Cuomo. Insgesamt gebe es nun 4159 Tote. Die meisten Infizierten starben in der Ostküstenmetropole New York City.

05.04.2020, 17:34: Das Zentralregister für Intensivbetten widerspricht Berichten, wonach es in deutschen Krankenhäusern mittlerweile fast 40.000 Intensivbetten gibt. "Wir können diese Zahl in keinster Weise bestätigen", sagt eine Sprecherin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), die das Zentralregister betreibt, dem "Handelsblatt".

05.04.2020,16:44: Die Türkei hat die strenge Ausgangssperre für junge Menschen in der Corona-Krise wieder gelockert. Junge Arbeitnehmer und Saisonarbeiter in der Landwirtschaft seien von den Einschränkungen für unter 20-Jährige ausgenommen, teilte das türkische Innenministerium am Sonntag mit.

05.04.2020, 16:22: Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht von einer hoffnungsvollen Entwicklung. Die Neuinfektionen fallen mit 270 geringer aus als der Anstieg der genesenen Patienten, der mit 491 angegeben wird.

05.04.2020, 15:16: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen steigt weiter. Registriert wurden bis Sonntag (Stand: 14.00 Uhr) 4567 Fälle. Das sind 242 mehr als noch am Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf 59. Das sind elf mehr als noch am Vortag. Bei den Daten ist zu beachten: Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

05.04.2020, 14:53: In den Armenvierteln Afrikas könnten die Maßnahmen gegen das Coronavirus nach Einschätzung von Helfern zur tödlichen Falle werden. Nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer vom Sonntag müssen Arme rausgehen, um Geld zu verdienen. Denn die meisten lebten von der Hand in den Mund. Doch würden die Ausgangssperren, die eine Verbreitung des Coronavirus eindämmen sollen, teils mit massiver Gewalt durchgesetzt. Dies sei lebensbedrohlich für den ärmsten Teil der Bevölkerung. "Ihnen bleibt nur die Wahl: am Coronavirus oder am Hunger zu sterben", sagt Salimane Issifou, Leiter der SOS-Kinderdörfer im westafrikanischen Staat Benin.

05.04.2020, 14:39 In den Niederlanden berichten die Gesundheitsbehörden einen Anstieg der Todesfälle um 115 auf 1766 und einen Zuwachs der bestätigten Infektionen um 1224 to 17.851.

05.04.2020, 14:33: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt das Universitätsklinikum Erlangen auf die Transfusion von Blutplasma. Am Wochenende hat die Einrichtung die behördliche Zulassung für die Herstellung von therapeutischem Plasma erhalten, mit dem schwerkranke Covid-19-Patienten behandelt werden können sollen, wie Professor Holger Hackstein, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin, mitteilte. Er sei froh, dass die entsprechenden Unterlagen von der Regierung für Oberfranken in Bayreuth zügig bearbeitet worden seien.

05.04.2020, 14:17: Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza stimmt seine Landsleute auf weitere "schwierige Monate" ein. "Unsere Aufgabe ist es, die Bedingungen zu schaffen, um mit dem Virus leben zu können", zumindest bis ein Impfstoff entwickelt sei, sagt er der Zeitung "La Repubblica". Es sei zu früh, um sagen zu können, wann die ab dem 9. März verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden können. Manche der Maßnahmen müssten wohl beibehalten werden.

05.04.2020, 09:34: Die 93 Jahre alte Königin Elizabeth II. ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen.

05.04.2020,06:50 : Die ganze Welt ist auf der Suche nach wirksamen Medikamenten zur Behandlung von Covid-19. Japan setzt unter anderem auf Avigan, einem Arzneimittel, das normalerweise gegen Grippeviren eingesetzt wird. Nun berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass die japanische Regierung die Produktion des Medikaments der Firma Fujifilm Holding verdreifachen will. Damit könnten dann rund 700.000 Coronavirus-Patienten behandelt werden. Die Regierung in China teilte jüngst mit, dass aus Wuhan, von wo aus sich das Virus ausbreitete, vielversprechende klinische Studien vorlägen.                         ↑ 2 

04.04.2020, 22:44: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble stößt mit seinem Vorschlag, das Grundgesetz zu ändern, um die Handlungsfähigkeit des Parlaments auch während der Corona-Krise sicherzustellen, auf breiten Widerstand in den Bundestagsfraktionen.

04.04.2020, 22:28: Ein Gremium aus 14 Expertinnen und Experten unter der Leitung des Ifo-Präsidenten Clemens Fuest hat für die Bundesregierung Empfehlungen erarbeitet, wie Deutschland den Schritt raus aus den strengen Corona-Maßnahmen vornehmen sollte.

04.04.2020, 22:03: In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es inzwischen mehr als 300.000 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus.

04.04.2020, 21:53: Österreich wird im Kampf gegen das Coronavirus nach Ostern womöglich verstärkt auf Standortdaten von Mobiltelefonen zugreifen

04.04.2020, 21:09: In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 91.100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 85.100 Infektionen).

04.04.2020, 20:42: „Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns.“ Das sagt Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und warnt gleichzeitig: Der Höhepunkt der Krise sei noch nicht erreicht. Auf Deutschland komme nun vielmehr der schwierigste Teil zu, sagt der 47-Jährige.

04.04.2020, 20:00: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen die ab Herbst in Dubai geplante Weltausstellung „Expo 2020“ wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschieben.

04.04.2020, 07:52: Die Linke im Bundestag lehnt die teilweise angeordneten Einreisebeschränkungen innerhalb Deutschlands zur Eindämmung der Corona-Krise ab.

04.04.2020, 07:48: Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat eine klare Exit-Strategie aus dem Corona-Shutdown und Planungssicherheit für die Wirtschaft noch vor Ostern gefordert. „Wir können im Wochentakt messen, wie sich die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe verschlechtert“, sagte Schweitzer der „Rheinischen Post“. Deshalb brauche es schnell Klarheit. „Die Unternehmen müssen vor den Feiertagen wissen, woran sie sind.“ 

04.04.2020, 07:44: Auch das Elternwerden verläuft wegen des Coronavirus derzeit anders als gewohnt. In vielen Krankenhäusern gelten für Väter und andere Begleitpersonen strenge Besuchsregeln rund um die Geburt. Bundesweit gab es sogar Krankenhäuser, die es den Partnern zwischenzeitlich ganz untersagt hatten, mit in den Kreißsaal zu kommen.

04.04.2020, 07:§9;Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht vor allem in den Städten die Gefahr einer Zunahme häuslicher Gewalt im Zuge der Corona-Krise. „Aus den Ländern bekommen wir unterschiedliche Rückmeldungen. Es gibt offensichtlich ein Stadt-Land-Gefälle“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

04.04.2020, 07:41: Patientenschützer werfen Bund, Ländern und dem Robert Koch-Institut ein Versagen mit Blick auf die ambulante Versorgung von Corona-Infizierten vor. Es sei „ein Skandal sondergleichen, dass beiAltenpflegekräften, niedergelassenen Ärzten und Arzthelfern Infektionen nicht statistisch erfasst werden“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Das sei ein „Riesenfehler“. Der größte Teil der Infizierten in Deutschland werde nicht in Krankenhäusern behandelt, sondern außerhalb, erklärte Brysch. Das sei auch so gewollt, um Hospitäler zu entlasten. Zurzeit gebe es jedoch keinen Überblick über die medizinische und pflegerische Basisversorgung. „Also muss die Statistik sofort auch diesen Bereich erfassen. Um die Krise zu überwinden, muss dort hingeschaut werden, wo sie bewältigt wird.“

04.04.2020, 06:17: Südkorea verlängert seine am Montag auslaufenden Maßnahmen zum sozialen Abstandhalten um zwei weitere Wochen. Gesundheitsminister Park Neung-hoo sagte, es sei "zu früh, um sich zu beruhigen." Er verwies auf die jüngste Zunahme von importierten Coronavirus-Fällen.

04.04.2020, 05:00:Mit einem landesweiten Trauertag gedenkt China am Samstag der Opfer der Corona-Pandemie.

04.04.2020, 04:51: Die Coronavirus-Pandemie stürzt nach Aussage des IWF die Welt in eine Rezession, die "viel schlimmer" sein wird als die globale Finanzkrise vor einem Jahrzehnt. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, sprach von der "dunkelsten Stunde der Menschheit". "Dies ist eine Krise wie keine andere", sagte sie in einer Videokonferenz. "Wir haben erlebt, wie die Weltwirtschaft zum Stillstand gekommen ist. Wir befinden uns jetzt in einer Rezession. Sie ist viel schlimmer als die globale Finanzkrise von 2008-2009." 

04.04.2020, 04:47: Die deutsche Regierung sammelt in der Corona-Krise weiter gestrandete Urlauber in aller Welt ein und bringt sie nach Hause.

04.04.2020, 04:41: In den Vereinigten Staaten ist erneut die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden.

04.04.2020, 03:48: Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich in der Corona-Krise gegen eine baldige Entwarnung ausgesprochen. „Es ist den Menschen in unserem Land gelungen, durch verantwortungsvolles Verhalten die Kurve abzuflachen“, sagte Heil der „Welt“.

03.04.2020, 22:55: Trotz Kontaktverbots wegen der Corona-Pandemie haben sich am Freitag vor einer Moschee in Berlin nach Polizeiangaben rund 300 Menschen versammelt.

03.04.2020,21:12: Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem vorschnellen Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gewarnt. Auch der Wirtschaft sei nicht gedient, wenn Ausgangsbeschränkungen erst aufgehoben und dann wegen abermals stark steigender Fallzahlen wieder eingerichtet werden müssten, sagte Michael Ryan am Freitag in Genf. Einige der Maßnahmen, etwa das Distanzhalten zu anderen Menschen, müssten womöglich auch nach einer Lockerung der derzeitigen Beschränkungen vorerst beibehalten werden. „Viele Länder der Welt erklimmen auf tragische und gefährliche Weise einen Berg, und wir müssen sehr vorsichtig sein, wie wir da herunterkommen“, sagte Ryan.                        

03.04.2020,20:59: Nach der langen Irrfahrt des vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffs "Zaandam" sind die ersten Passagiere im amerikanischen Bundesstaat Florida an Land gegangen. Von der Polizei begleitete Busse brachten die Touristen am Freitag vom Hafen der Stadt Fort Lauderdale zum Flughafen.

03.04.2020,20:55: Frankreich meldet einen neuen Höchststand an Toten, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Wie die französischen Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, seien binnen 24 Stunden 588 Infizierte gestorben

20:33: Bulgariens Parlament hat trotz Kritik von Staatschef Rumen Radew den seit 13. März geltenden einmonatigen Ausnahmezustand wegen der Coronavirus-Pandemie um einen Monat verlängert.

03.04.2020,20:33: Nun ergreift auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drastischere Maßnahmen gegen die Epidemie: Von Mitternacht an dürfen Fahrzeuge in 31 Städte - darunter Istanbul und Ankara - für die kommenden zwei Wochen nicht mehr hinein oder herausfahren. An öffentlichen Orten und in Supermärkten wird das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Für Menschen, die jünger als 20 Jahre sind, gilt eine teilweise Ausgangssperre.

03.04.2020,20:26: Die ersten zusätzlich vom Bund bestellten Beatmungsgeräte zur Behandlung von Covid-19-Patienten sollen in der kommenden Woche ausgeliefert werden. In einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums, das am Freitag an die Abgeordneten von Union und SPD ging, heißt es, bis Mittwoch sei geplant, „in einer ersten Tranche mehrere hundert Geräte an die Länder zu verteilen“.

03.04.2020, 18:45:Die Zahl der bekannten neuen Infektionsfälle in Italien ist am fünften Tag in Folge etwa gleich geblieben. Nach Angaben des Katastrophenschutzes stieg sie um 4585 auf 119.827. Der Verlauf scheint damit die Hoffnung der Regierung zu bestätigen, dass bei den Neuinfektionen eine Abflachung stattfindet.

03.04.2020,07:04: Mittlerweile gibt es Hinweise, dass bestimmte Arzneimittel bei der Behandlung von Covid-19 Wirkung zeigen. Bei schwerer Coronavirus-Erkrankung soll das Malaria-Medikament Resochin helfen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Bild“. Allerdings seien noch weitergehende Studien nötig, um unerwünschte Nebenwirkungen zu erforschen. Der CDU-Politiker rechnet jedoch damit, dass wirksame Medikamente gegen Covid-19 deutlich früher auf den Markt kommen werden als ein zugelassener Impfstoff. Bis dieser vorhanden sei, werde es noch mehrere Monate dauern.

02.04.2020, 22:40: Die Marke von 1000 Toten ist in Deutschland überschritten. Laut einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur sind in Deutschland bis Donnerstagabend mindestens 1001 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert waren, gestorben. Die Zählung berücksichtigt die neuesten Zahlen der Bundesländer. 24 Stunden zuvor lag die Zahl der Toten bei 856. Zudem registrierten die Behörden mehr als 79.400 Infektionen mit Sars-CoV-2 (Vortag, Stand 20.00 Uhr: mehr als 72.600). Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 19.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 277 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 17.600 Fällen und mindestens 202 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern derzeit mit einem Wert von 146,5 die meisten gemeldeten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 95,6.

02.04.2020, 19:35: 2300 medizinische Mitarbeiter in deutschen Krankenhäusern sind laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte das RKI der „Süddeutschen Zeitung“ auf Anfrage mit. Erfasst seien in dieser Zählung nur die Mitarbeiter von Krankenhäusern, nicht die von Arztpraxen, Laboren, Senioren- und Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Deshalb müsse von höheren Zahlen ausgegangen werden. Für eine Bestätigung war das RKI am Donnerstagabend nicht mehr zu erreichen.

02.04.2020, 18:20: Mehr als 3,9 Milliarden Menschen weltweit und damit die Hälfte der Weltbevölkerung sollen derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie zuhause bleiben. Diese Zahl ergibt sich aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die auf offiziellen Angaben beruht. In mehr als 90 Ländern der Erde sind demnach Ausgangssperren oder andere Maßnahmen in Kraft, die den Kontakt zwischen Menschen reduzieren sollen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

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